Workshop zum WHO-Projekt "Action on Patient Safety: High5s"
Ziel des Projekts des multinationalen Projektkonsortiums – bestehend aus der Führungsorganisation Joint Commission International und sieben nationalen Organisationen (Lead Technical Agencies) der teilnehmenden Länder - ist die Verbesserung der Patientensicherheit auf internationaler Ebene durch die Entwicklung, Implementierung und Evaluation von standardisierten Handlungsempfehlungen (SOPs) zu besonders dringlichen Themenbereichen. Folgende SOPs sollen in der ersten Projektphase implementiert werden:
- Management von konzentrierten injizierbaren Medikamenten
- Vermeidung von Eingriffsverwechslungen
- Sicherstellung der richtigen Medikation bei Übergaben im Behandlungsprozess (Medication Reconciliation)
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) bis Ende 2008 geförderten Vorprojekts hat das ÄZQ an den internationalen Projektvorarbeiten mitgewirkt und den Workshop für interessierte Krankenhäuser organisiert.
Vertreter aus über 30 Krankenhäusern haben an dem Workshop teilgenommen, in dem umfassend über das Projekt informiert und die Handlungsempfehlungen bzw. deren mögliche Implementierung diskutiert wurden. Insgesamt zeigten sich die Teilnehmer sehr interessiert am Projekt, insbesondere wurden die adressierten Patientensicherheitsprobleme von den Krankenhausvertretern als relevant eingestuft. Allerdings müssen Einzelheiten zu den Projektrahmenbedingungen noch auf internationaler sowie nationaler Ebene geklärt werden. Das ÄZQ wird dem BMG demnächst einen Abschlussbericht zum Vorprojekt vorlegen, auf dessen Grundlage über die weitere Teilnahme Deutschlands am internationalen Projekt entschieden werden soll.
Im Falle einer Teilnahme Deutschlands am Projekt "Action on Patient Safety: High 5s" soll im Jahr 2009 mit der Rekrutierung der teilnehmenden Krankenhäuser und der Implementierung der SOPs begonnen werden.
Ansprechpartnerinnen:
Liat Fishman, Ärztin / Dipl.-Biol. Silke Astroth, MES
Dr. Christian Thomeczek
Email: High5s_Germany@azq.de


